Trends in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie

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Der Wunsch, durch eine ästhetische Operation ein besseres Lebens- und Selbstwertgefühl zu erlangen, ist bei vielen Menschen vorhanden. Nach den Daten zweier Fachgesellschaften ist die Zahl der ästhetischen Operationen in Deutschland auch im letzten Jahr wieder um etwa 10% gestiegen.

2016 wurden knapp 48.000 ästhetisch-plastische Operationen von qualifizierten Fachärzten durchgeführt. Die Gesamtzahl der vorgenommenen Schönheitsoperationen dürfte jedoch etwa doppelt so hoch sein. Jeder sechste Patient, der einen Facharzt für Ästhetisch-Plastische Chirurgie aufsucht, war 2017 männlich. Überraschenderweise war 2016 der häufigste operative Eingriff bei Frauen nicht wie in den Vorjahren die Brustvergrößerung, sondern wie bei den Männern die Fettabsaugung. Die Brustvergrößerung liegt nunmehr auf Platz 2, gefolgt von der Oberlidstraffung. Auffallend ist bei den weiblichen Patienten der starke Anstieg von Bruststraffungen sowie von intimchirurgischen Eingriffen.

Top 5 Frauen

  1. Fettabsaugung
  2. Brustvergrößerung
  3. Oberlidstraffung
  4. Bruststraffung
  5. Intimchirurgie

Top 5 Männer

  1. Fettabsaugung
  2. Gynäkomastiekorrektur
  3. Augenlidkorrektur
  4. Nasenkorrektur
  5. Bauchdeckenstraffung

Diese Zahlen zeigen, dass die Ästhetisch-Plastische Chirurgie inzwischen auch in Deutschland in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Weltweiter Spitzenreiter bleibt jedoch 2016 mit etwa 1,78 Millionen durchgeführter Schönheitsoperationen die USA.

Bei den minimal-invasiven Behandlungen zeigte sich eine deutliche Zunahme von rund 20% im Vergleich zum Vorjahr. Bei knapp der Hälfte der Behandlungen handelt es sich um Faltenbehandlungen mit Botulinumtoxin, gefolgt von Falten- und Volumenbehandlungen mit Hyaluronsäure. Der Wunsch, das äußere Erscheinungsbild „ohne Skalpell“ zu verbessern und zu erhalten, ist nach wie vor ungebrochen.

Altersstruktur

Wer in Deutschland eine ästhetisch-plastische Operation oder eine nichtchirurgische ästhetische Behandlung durchführen lässt, ist im Durchschnitt 41,8 Jahre alt. Hier gibt es keine gravierenden Unterschiede zwischen Frauen (41,9 Jahre) und Männern (41,7 Jahre). Männer beginnen im Vergleich zu Frauen jedoch etwas später, sich ästhetisch-plastischen Operationen zu unterziehen. Bei weiblichen Patienten zeigen sich bezüglich der Altersstruktur zwei Peaks, nämlich im Alter von 30 Jahren sowie im Alter von 50 Jahren, während bei männlichen Patienten drei Hauptausschläge bei 30, 40 und 50 Jahren erkennbar sind.
Die Art der Eingriffe variiert naturgemäß in Abhängigkeit vom jeweiligen Alter. Patientinnen, die sich einer Brustvergrößerung unterziehen, sind zum Zeitpunkt des Eingriffs meist Mitte 20. Fettabsaugungen sind über das ganze Altersspektrum verteilt. Augenlidkorrekturen werden ab Mitte 40 und am häufigsten mit Anfang 50 vorgenommen. Faltenbehandlungen mit Botulinumtoxin oder Fillern werden unabhängig vom Geschlecht am häufigsten zwischen Mitte 40 und Mitte 50 vorgenommen.

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