Ein- oder beidseitige Schlupfwarzen (Hohlwarzen), die nur auf Kältereiz oder bei Berührung hervortreten oder permanent eingezogen bleiben, sind ziemlich häufig. Bei dieser Fehlbildung sind die Milchgänge verkürzt, so dass die Brustwarzen eingezogen bleiben. Bei Korrektur dieser Anomalie kann wieder eine Symmetrie und bessere Ästhetik erreicht werden. Die Stillfähigkeit ist nach dem Eingriff nicht mehr vorhanden.

Allgemeine Informationen zur Schlupfwarzenkorrektur in Nürnberg
Der Eingriff
Die Operation
Durch einen Minischnitt an der Basis der Brustwarze werden die verkürzten Milchgänge durchtrennt und die eingesunkene Brustwarze wird „ausgestülpt“. Um ein dauerhaftes Ergebnis zu erhalten, wird die Brustwarze mit einer speziellen Technik (Stütznähte) genäht, was ein Zurückschlupfen der Warze verhindert.
Betäubung
Der Eingriff wird in örtlicher Betäubung vorgenommen.
Klinikaufenthalt
Der Eingriff wird in der Regel ambulant durchgeführt. Wenn Sie ambulant operiert werden, bedeutet dies, dass Sie nach der Operation eine Ruhephase in unserer Klinik einhalten werden, dann aber nach Hause gehen dürfen. Bitte lassen Sie sich von einer Begleitperson nach Hause bringen. Auf keinen Fall sollten Sie nach der Operation selbst Auto fahren.
Maßnahmen
In den ersten Tagen nach der Korrektur sollte ein stärkerer Druck auf die Brust vermieden werden. Eine körperliche Schonung bis zum Fädenzug wird empfohlen.
Nach dem Eingriff
Nachkontrolle
In regelmäßigen Abständen wird der Wundheilungsverlauf kontrolliert.
Fädenentfernung
Die Fädenentfernung erfolgt 10 bis 14 Tage nach dem Eingriff.
Mögliche Komplikationen
Die Korrektur von Schlupfwarzen zählt zu den kleineren, aber dennoch etablierten chirurgischen Eingriffen. Trotz der vergleichsweise geringen Operationsdauer lassen sich – wie bei jedem operativen Verfahren – auch hier bestimmte Risiken nicht vollständig ausschließen. Durch die vorausschauende Planung, modernen Operationstechniken sowie die engmaschige Nachsorge in unserer privaten Fachklinik für ästhetisch-plastische Chirurgie in Nürnberg können wir mögliche Komplikationen jedoch auf ein Minimum reduzieren.
Allgemeine Operationsrisiken
Blutungen und Hämatome
Nach der Korrektur kann es zu kleineren Einblutungen im Bereich der operierten Brustwarze und des unmittelbar angrenzenden Gewebes kommen. Diese machen sich meist durch leichte Schwellungen, Druckempfindlichkeit oder Blutergüsse (Hämatome) rund um den Brustwarzenhof bemerkbar. In der Regel sind diese Erscheinungen harmlos und klingen innerhalb weniger Tage von selbst wieder ab.
Nur sehr selten kommt es zu ausgeprägteren Nachblutungen, bei denen sich Blut unter der Haut sammelt und sich die Brustwarze sichtbar vorwölbt. In solchen Fällen kann ein kleiner Folgeeingriff erforderlich sein. Dabei leiten wir das angesammelte Blut z. B. über eine Drainage ab.
Infektionen und Wundheilungsstörungen
Im Bereich der Brustwarze und der feinen Hautschnitte können nach einer Schlupfwarzenkorrektur in seltenen Fällen Infektionen auftreten. Typische Anzeichen sind Rötung, Überwärmung, zunehmende Schwellung oder Schmerzen direkt an der operierten Brustwarze.
Dank steriler Operationsbedingungen und moderner Wundversorgung zeigen sich Komplikationen dieser Art lediglich in Ausnahmefällen. Sollte es dennoch zu einer Infektion kommen, reicht in den meisten Fällen eine antibiotische Behandlung aus.
Verzögerte Wundheilungen können v. a. bei Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes mellitus oder eingeschränkter Durchblutung auftreten. In solchen Situationen kann es notwendig sein, die Wunde intensiver nachzubehandeln.
Narbenbildung
Jeder chirurgische Eingriff hinterlässt Narben. Bei einer Schlupfwarzenkorrektur sind diese meist unauffällig am Ansatz der Brustwarze platziert. In Einzelfällen kann es jedoch zu auffälligeren Narben oder überschießender Narbenbildung (Keloide) kommen. Durch konsequente Narbenpflege und den Einsatz spezieller Produkte lässt sich auch dieses Risiko deutlich reduzieren.
Spezifische Risiken der Schlupfwarzenkorrektur
Veränderte Sensibilität
Im Zuge der Operation können feine Nervenfasern, die zur Brustwarze ziehen, beeinträchtigt werden. Dies führt gelegentlich zu einem vorübergehenden Taubheitsgefühl oder Kribbeln. In den meisten Fällen normalisiert sich das Empfinden innerhalb von einigen Wochen oder Monaten wieder. Selten bleibt eine reduzierte Empfindung dauerhaft bestehen.
Beeinträchtigte Stillfähigkeit
Je nach angewandter Operationstechnik kann es notwendig sein, Milchgänge zu durchtrennen, damit wir die Brustwarze dauerhaft nach außen verlagern können. Dies kann die Stillfähigkeit teilweise oder vollständig einschränken. Bei weniger invasiven Methoden, bei denen die Milchgänge weitgehend erhalten bleiben, ist Stillen unter Umständen weiterhin möglich.
Grundsätzlich hängt die Stillfähigkeit jedoch nicht ausschließlich von der Brustwarze ab, sondern auch von der Funktionstüchtigkeit des Milchdrüsengewebes und der übrigen Milchgänge. Sprechen Sie einen bestehenden Kinderwunsch im Beratungsgespräch am besten offen an, damit wir die Operationstechnik darauf abstimmen können.
Asymmetrien in Form oder Position
Auch wenn wir den Eingriff sehr präzise planen, lassen sich leichte Unterschiede in Form, Höhe oder Projektion der Brustwarzen nicht immer vollständig vermeiden. Diese sind meist unauffällig und stören die harmonische Gesamterscheinung nur selten. Falls doch, kann eine kleine Nachkorrektur das Ergebnis optimieren.
Eingeschränkte Durchblutung des Brustwarzengewebes
Sehr selten kann es im Bereich der operierten Brustwarze zu Durchblutungsstörungen kommen. Dies kann die Heilung verzögern oder in Ausnahmefällen zu einem teilweisen Gewebeverlust führen.
Langfristige Risiken
Nachhaltigkeit des Ergebnisses
In den meisten Fällen führt die Korrektur von Schlupfwarzen zu einer dauerhaften Verbesserung. Dennoch können Faktoren wie hormonelle Veränderungen, Schwangerschaft oder eine erneute Bindegewebsschwäche dazu beitragen, dass die Brustwarzen im Laufe der Zeit wieder stärker nach innen ziehen. Eine stabile Lebensweise und eine entsprechende Nachsorge unterstützen die Langlebigkeit des Operationsergebnisses.
Weiterführende Infos
Was sind Schlupfwarzen?
Blutungen und Hämatome
Von Schlupfwarzen spricht man, wenn die Brustwarze nicht nach außen vorsteht, sondern nach innen verlagert ist. Der Befund kann einseitig, aber auch beidseitig auftreten. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Mamilleninversion, invertierten/eingezogenen Nippeln oder Hohlwarzen.
Welche Ursachen haben Schlupfwarzen?
Auslöser einer Mamilleninversion sind meist verkürzte Milchgänge oder Bindegewebsstränge, die die Brustwarze nach innen ziehen. Dadurch fehlt die natürliche Vorwölbung.
In vielen Fällen handelt es sich um eine angeborene Variante, die sich bereits in der Pubertät zeigt. Hohlwarzen können jedoch auch später im Leben erworben werden, etwa durch:
- hormonelle Veränderungen (z. B. Schwangerschaft, Stillzeit, Wechseljahre)
- Bindegewebsschwäche
- Verletzungen oder Vernarbungen im Brustbereich
Eine Untersuchung bei Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen gibt Sicherheit und zeigt auf, es sich um eine reine Formvariante ohne Krankheitswert handelt.
Gibt es verschiedene Schweregrade einer Mammilleninversion?
Da Schlupfwarzen verschieden stark auftreten können, unterscheidet man in der Medizin drei Schweregrade:
Grad I (leichte Ausprägung)
Die Brustwarze ist zwar leicht nach innen gerichtet, lässt sich aber durch Reize wie Kälte oder Berührung problemlos nach außen bewegen.
Grad II (mittlere Ausprägung)
Die Brustwarze zieht sich deutlicher nach innen und kommt nur noch teilweise oder kurzzeitig hervor. Stillen kann dadurch erschwert sein.
Grad III (starke Ausprägung)
Die Brustwarze bleibt dauerhaft eingezogen und reagiert auch nicht auf äußere Reize. Hier können neben optischen Aspekten auch funktionelle Einschränkungen wie eine Laktationsunfähigkeit oder ein erhöhtes Risiko für Entzündungen auftreten.
Wann ist eine Schlupfwarzenkorrektur sinnvoll?
Ob eine Korrektur notwendig oder wünschenswert ist, hängt stark von den individuellen Beschwerden und Wünschen ab. Viele Frauen empfinden Schlupfwarzen v. a. als ästhetisch störend, da sie das natürliche Erscheinungsbild der Brust beeinträchtigen können.
Darüber hinaus gibt es funktionelle Gründe, die für eine Behandlung sprechen:
- Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Stillen
- wiederkehrende Entzündungen der Milchgänge
- Probleme bei der Hygiene durch Sekretansammlungen
- verminderte Empfindung bzw. reduzierte erogene Reizbarkeit
Eine Korrektur ist also immer dann sinnvoll, wenn die Schlupfwarzen körperliche Beschwerden verursachen oder das persönliche Wohlbefinden beeinträchtigen. Im Rahmen eines Beratungsgesprächs in unserer Fachklinik in Nürnberg klären wir, ob eine operative Behandlung notwendig ist und welche Methode sich für Ihre individuelle Situation am besten eignet.
Welche Methoden zur Schlupfwarzenkorrektur gibt es?
Grundsätzlich lassen sich Hohlwarzen auf zwei Wegen behandeln – konservativ oder operativ:
Konservative Ansätze
Bei leichteren Formen (Grad I) können Brustwarzenformer, kleine Vakuumgeräte (Nipletten), Pflaster oder spezielle Massagetechniken die Mamille sanft nach außen ziehen. Diese Methoden erfordern viel Geduld. Zudem müssen Sie sie regelmäßig anwenden. Sie können das Erscheinungsbild zeitweise verbessern, führen jedoch selten zu einem dauerhaften Ergebnis.
Manche Betroffene berichten zudem über positive Erfahrungen mit einem Brustwarzenpiercing, das die Mamille dauerhaft nach außen zieht. Medizinisch ist diese Methode allerdings umstritten, da ein Piercing auch Risiken wie Infektionen, Narbenbildung oder eine erneute Einziehung nach Herausnehmen des Schmucks mit sich bringen kann. Eine solche Entscheidung sollte daher immer gut überlegt und gegebenenfalls ärztlich besprochen werden.
Operative Korrektur
Bei stärker ausgeprägten Schlupfwarzen ist eine kleine Operation in unserer privaten Fachklinik für ästhetisch-plastische Chirurgie in Nürnberg die zuverlässigste Methode. Dabei setzen wir einen Minischnitt an der Basis Ihrer Brustwarze. Nun durchtrennen wir die verkürzten Milchgänge oder die entsprechenden Bindegewebsstränge, die die Brustwarze nach innen ziehen. Auf diese Weise kann sich die Brustwarze wieder frei nach außen stülpen. Anschließend stabilisieren wir sie mit speziellen Stütz¬nähten, um ein erneutes Zurückziehen zu verhindern.
Ab welchem Alter kann man eine Schlupfwarzenkorrektur durchführen lassen?
Grundsätzlich ist die Korrektur von eingezogenen Brustwarzen ab dem Zeitpunkt möglich, an dem die Brustentwicklung abgeschlossen ist. Das ist in der Regel ab dem 18. Lebensjahr der Fall. Zu diesem Zeitpunkt ist die Brust ausgewachsen, wodurch ein stabiles und dauerhaftes Operationsergebnis möglich ist.
In Ausnahmefällen – etwa bei sehr stark ausgeprägten Schlupfwarzen mit wiederkehrenden Entzündungen oder deutlichen funktionellen Problemen – kann ein Eingriff auch etwas früher sinnvoll sein. Dies sollte jedoch immer sorgfältig ärztlich abgewogen und mit den Eltern besprochen werden.
Ist eine Schlupfwarzenkorrektur auch schon vor einer Schwangerschaft möglich?
Grundsätzlich gilt: Der Eingriff ist auch im Vorfeld der Familienplanung möglich. Bitte bedenken Sie jedoch, dass die Operation direkten Einfluss auf die spätere Stillfähigkeit haben kann. Verfahren, bei denen die Milchgänge erhalten bleiben, lassen in vielen Fällen ein Stillen weiterhin zu. Bei stärker ausgeprägten Schlupfwarzen kann es hingegen notwendig sein, Milchgänge zu durchtrennen – in diesem Fall ist das Stillen in der Regel nicht mehr möglich.
Wenn Sie einen Kinderwunsch haben, sprechen Sie dies im Beratungsgespräch unbedingt offen an. So können wir gemeinsam abwägen, ob die Korrektur bereits vor einer Schwangerschaft sinnvoll ist oder ob ein späterer Zeitpunkt besser geeignet wäre.
Lässt sich die Schlupfwarzenkorrektur auch mit anderen Brust-OPs verbinden?
Viele Patientinnen nutzen die Gelegenheit, eine Hohlwarzenkorrektur direkt mit einem anderen Eingriff an der Brust zu kombinieren. Das kann eine Brustvergrößerung mit Implantaten, eine Bruststraffung oder auch eine Brustverkleinerung sein. Diese Eingriffe bieten wir in unserer Fachklinik in Nürnberg ebenfalls an.
Da die Brustwarze bei diesen Operationen ohnehin neu geformt oder versetzt wird, lässt sich die Korrektur der Schlupfwarze oft unkompliziert in den Ablauf integrieren. Der Vorteil: Sie haben nur eine Operation, eine Narkose und eine gemeinsame Heilungsphase – und profitieren gleichzeitig von einem ganzheitlich harmonischen Ergebnis. Gerne besprechen wir beim Beratungstermin, ob eine Kombi-OP in Ihrem individuellen Fall sinnvoll ist.
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Häufig gestellte Fragen
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