Bauchdeckenstraffung – für wen eignet sie sich? Viele Frauen leiden nach Schwangerschaften oder einer starken Gewichtsreduktion unter einer schlaffen, manchmal sogar herabhängenden Bauchdecke. Da es oft zu Zerreißung von Haltestrukturen im Unterhautgewebe gekommen ist, lassen sich diese unschönen Veränderungen durch Bauchmuskeltraining nicht mehr korrigieren. Wenn die Haut sehr stark an Elastizität verloren hat, ist durch eine Fettabsaugung allein kein befriedigendes Ergebnis zu erreichen. Der beste Zeitpunkt für eine Bauchdeckenstraffung liegt meist nach Abschluss der Familienplanung.
Bei weiteren Fragen zu einer Bauchdeckenstraffung in unserer Nürnberger Klinik stehen wir gerne zur Verfügung.

Allgemeine Informationen zur Bauchdeckenstraffung in Nürnberg
Der Eingriff
Die Operation
Zwischen Bauchnabel und Schamhaargrenze werden die erschlaffte Haut, das Fettgewebe und eventuell vorhandene Schwangerschaftsstreifen und Narben entfernt. Die verbliebene Haut wird gestrafft und vernäht, der Bauchnabel exakt platziert und neu verpflanzt. Falls die darunter liegenden Bauchdeckenmuskeln auseinanderweichen, wird dies operativ korrigiert, was dann die Silhouette eines flachen und straffen Bauches ergibt. Aufgrund der gewählten Schnittführung sind die verbleibenden Narben durch Slip oder Bikinihöschen gut zu verdecken.
Betäubung
Der Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt.
Klinikaufenthalt
Nach der Operation ist in der Regel ein stationärer Aufenthalt von 2 bis 5 Tagen in unserer Klinik erforderlich.
Nach dem Eingriff
Nachkontrolle
In regelmäßigen Abständen wird ein Verbandswechsel durchgeführt und der Wundheilungsverlauf kontrolliert.
Fädenentfernung
Die Fädenentfernung erfolgt etwa 2 Wochen nach dem operativen Eingriff.
Maßnahmen
Um eine spannungsarme Heilung zu garantieren, werden Sie in den ersten Tagen nach der Operation in unseren speziell verstellbaren Klinikbetten mit angewinkelten Beinen und leicht erhöhtem Oberkörper gelagert.
Sport
Für den Zeitraum von 6 bis 8 Wochen nach dem Eingriff sollte jede anstrengende körperliche Tätigkeit vermieden werden und ein gut sitzendes Mieder Tag und Nacht getragen werden.
Sonne / Solarium
Auf Sonnenbäder und Besuche im Solarium sollten Sie mindestens 3 Monate verzichten.
Mögliche Komplikationen
Die Bauchdeckenstraffung gehört zu den etablierten Behandlungen in unserer Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Nürnberg. Wir setzen jeden Eingriff unseres Spektrums mit maximaler Präzision und großer Verantwortung um. Trotzdem lassen sich in seltenen Fällen unerwünschte Reaktionen nicht vollständig ausschließen – das gilt weltweit für jede operative Behandlung. Dank sorgfältiger Planung, umfassender Erfahrung und einer eng begleiteten Nachsorge reduzieren wir potenzielle Risiken jedoch auf ein Minimum.
Allgemeine Operationsrisiken
- Schwellungen und Blutergüsse
Nach einer Bauchdeckenstraffung sind Schwellungen und Hämatome im Bereich des Unterbauchs völlig normal. Sie entstehen durch die natürliche Reaktion des Gewebes auf den Eingriff. In den ersten Tagen kann es zu Spannungsgefühlen oder einem Druckempfinden kommen. In der Regel gehen diese Beschwerden innerhalb von ein bis zwei Wochen deutlich zurück. Kühlung, vorsichtiges Hochlagern des Oberkörpers und körperliche Schonung unterstützen die Heilung. - Schmerzen
In den ersten Tagen nach der Operation treten häufig ziehende oder druckartige Schmerzen auf, ähnlich einem starken Muskelkater. Diese lassen sich gut mit Schmerzmitteln kontrollieren und nehmen meist zügig ab. - Nachblutungen
Selten kann es innerhalb der ersten 48 Stunden zu Nachblutungen im Operationsgebiet kommen. Hinweise darauf sind immer weiter zunehmende Schwellungen, Verfärbungen oder eine ungewohnte Verhärtung des Gewebes. Kleinere Einblutungen heilen in der Regel ohne zusätzliche Maßnahmen ab. Bei ausgeprägten Nachblutungen kann jedoch ein kurzer, erneuter Eingriff notwendig werden. - Wundheilungsstörungen
Rauchen, Diabetes, eine zu starke Spannung der Bauchdecke oder körperliche Überlastung können den Heilungsverlauf beeinträchtigen. Von einer „zu starken Spannung“ spricht man, wenn die verbliebene Haut nach der Straffung sehr straff zusammengeführt werden muss und dadurch unter hoher Zugkraft steht. Das kann die Durchblutung der Wunde einschränken und die Heilung verlangsamen. Typische Anzeichen einer gestörten Wundheilung sind Rötungen, Nässen oder ein teilweises Aufgehen der Naht. Eine konsequente Wundpflege, eine entlastende Körperhaltung und der Verzicht auf Nikotin senken das Risiko deutlich. - Infektionen
Trotz steriler Arbeitsweise können in seltenen Fällen Infektionen im Wundbereich auftreten. Warnsignale sind Schmerzen, Überwärmung, verstärkte Rötung oder eitriges Sekret. Eine frühzeitige therapeutische Behandlung führt in der Regel schnell zur Besserung.
Spezifische Risiken der Bauchdeckenstraffung
- Asymmetrien
Auch im Bauchbereich sind leichte natürliche Unterschiede normal. Trotz präziser Planung können nach der Operation minimale Asymmetrien in der Bauchform oder Narbenposition bestehen bleiben. Wir achten auf ein möglichst harmonisches Gesamtbild. - Gefühlsstörungen
Im Bereich des Unterbauchs kann es durch die Reizung kleiner Hautnerven zu vorübergehenden Taubheits- oder Kribbelgefühlen kommen. Diese Veränderungen sind häufig und bilden sich in den meisten Fällen innerhalb von Wochen bis Monaten vollständig zurück. - Serome
Nach einer Bauchdeckenstraffung kann sich gelegentlich Wundflüssigkeit unter der Haut ansammeln. Diese sog. Serome (verlinken mit https://de.wikipedia.org/wiki/Serom) bilden sich oft von selbst zurück. Falls erforderlich, entfernen wir die Flüssigkeit per Punktion. Drainagen und Kompressionskleidung helfen, das Risiko zu reduzieren. - Wellenbildungen / Unregelmäßigkeiten der Haut
Direkt nach der Operation kann die Haut stellenweise uneben wirken oder leichte Fältchen zeigen. Sobald die Schwellung zurückgeht und die Haut sich anlegt, glätten sich diese Bereiche meistens von selbst. Konsequente Kompression unterstützt den Verlauf. - Störungen der Narbenheilung / auffällige Narben
Die Narbe verläuft typischerweise bogenförmig im Unterbauch. Bei ungünstiger Spannung, entsprechender genetischer Veranlagung oder zu früher körperlicher Belastung kann es zu verbreiterten oder wulstigen Narben kommen. Durch eine passende Schnittführung, Entlastung in der Heilungsphase und spätere Narbenpflege lässt sich dies meist gut kontrollieren. - Lymphstau im Unterbauch
Die OP kann feine Lymphbahnen beeinflussen, was vorübergehend zu Schwellungen im Unterbauch führen kann. Lymphdrainage und Kompressionswäsche verbessern den Rückfluss und unterstützen die Regeneration. - Störungen der Durchblutung / Gewebsnekrosen
Sehr selten kann eine eingeschränkte Durchblutung der Bauchdecke zu kleinflächigen Gewebeschäden führen. Risikofaktoren sind stark erschlafftes Gewebe, Rauchen oder Vorerkrankungen. Eine engmaschige Überwachung und frühzeitige Behandlung sichern in solchen Fällen den Heilungsverlauf. - Thrombosen / Embolien
Da die Bauchdeckenstraffung ein größerer Eingriff ist, besteht ein leicht erhöhtes Risiko für Thrombosen. Wir minimieren dieses Risiko durch frühzeitige Mobilisation, Kompressionsstrümpfe und ggf. blutverdünnende Maßnahmen. - Probleme beim Aufrichten / eingeschränkte Beweglichkeit
In den ersten Tagen fühlt sich der Bauch oft straff an, sodass das Aufrichten etwas schwerfällt. Dies ist vorübergehend und bessert sich, sobald die Heilung fortschreitet. Eine leicht gebeugte Haltung entlastet die Narbe zu Beginn.
Langfristige Risiken
- Erneute Hauterschlaffung
Das Ergebnis einer Bauchdeckenstraffung bleibt in der Regel viele Jahre bestehen. Dennoch können Faktoren wie größere Gewichtsschwankungen, Schwangerschaften, hormonelle Veränderungen oder der natürliche Alterungsprozess zu einer erneuten Haut- und Gewebelockerung führen. Ein stabiles Körpergewicht und ein gesunder Lebensstil unterstützen die langfristige Haltbarkeit des Ergebnisses. - Narbenveränderungen
Die Narbe verläuft bei der Bauchdeckenstraffung meist bogenförmig im Unterbauch und kann individuell unterschiedlich verheilen. Mit der Zeit wird sie üblicherweise blasser und unauffälliger. Sonne, Reibung, genetische Veranlagung oder eine längere Wundheilungsphase können das Narbenbild jedoch beeinflussen. In seltenen Fällen kann es zu verdickten Narben oder Keloiden kommen. Eine konsequente Narbenpflege und zuverlässiger UV-Schutz fördern eine unauffällige Narbenentwicklung. - Veränderungen der Bauchkontur
Auch langfristig können minimale Unregelmäßigkeiten der Bauchkontur bestehen – beispielsweise kleine Asymmetrien, leichte Dellen oder unterschiedliche Spannungszonen des Gewebes. Diese sind häufig auf individuelle Anatomie und Gewebequalität zurückzuführen und haben keinen Krankheitswert. - Unzufriedenheit mit dem ästhetischen Ergebnis
Die Zufriedenheit mit dem Ergebnis hängt von vielen individuellen Faktoren ab, darunter Hautelastizität, Ausgangssituation, individueller Heilungsverlauf und persönliche Erwartungen. Ein weniger ausgeprägter Straffungseffekt oder leichte Konturunterschiede können auftreten. Sollte das Resultat nicht Ihren Vorstellungen entsprechen, lässt sich über die Möglichkeiten einer Nachkorrektur sprechen.
Weiterführende Infos
Wie entsteht eine Fettschürze bzw. Hauterschlaffung am Bauch?
Die Haut am Bauch reagiert stark auf Veränderungen wie Gewichtszunahme, Schwangerschaften oder den natürlichen Alterungsprozess. Mit der Zeit verliert das Bindegewebe an Spannkraft. Dadurch kann sich die Haut kann nach Belastungen oder Volumenverlust nicht mehr vollständig zurückziehen. Infolge dessen entstehen anhaltende Hautüberschüsse im Unterbauch.
Besonders ausgeprägt zeigt sich dies nach größerem oder schnellem Gewichtsverlust – etwa nach einer Diät oder einer bariatrischen Operation. Das zuvor gedehnte Gewebe kann sich nicht ausreichend zurückbilden, sodass herabhängende Haut als sog. Fettschürze bestehen bleibt.
Auch hormonelle Veränderungen, wie sie beispielsweise während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren auftreten, beeinflussen die Struktur des Bindegewebes und können die Hauterschlaffung verstärken.
Liegt zudem eine genetisch bedingte Bindegewebsschwäche vor, verliert das Gewebe schneller an Elastizität – selbst ohne extreme Gewichtsschwankungen.
Warum entsteht nach einer Schwangerschaft häufig ein Hängebauch?
Während der Schwangerschaft passt sich der Bauch über mehrere Monate starkem Wachstum an. Die Haut, das Bindegewebe und die Bauchmuskulatur werden stark gedehnt, um dem wachsenden Kind ausreichend Platz zu bieten. Das Hormon Relaxin, das in dieser Zeit vermehrt ausgeschüttet wird, sorgt zusätzlich dafür, dass Gewebe weicher und dehnbarer wird – ein natürlicher Prozess, der jedoch langfristig Einfluss auf die Bauchstraffheit haben kann.
Nach der Geburt zieht sich das Gewebe zwar wieder zusammen, doch dieser Rückbildungsprozess hat seine Grenzen. Bei vielen Frauen bleibt ein Hängebauch zurück.
Gründe dafür sind u. a.:
- Verlust an Hautelastizität
Die Haut wurde während der Schwangerschaft über viele Monate stark gedehnt. Wenn sie ihre ursprüngliche Spannkraft nicht vollständig zurückgewinnt, kann sie sich nach der Geburt nur begrenzt zurückbilden. - Geschwächtes Bindegewebe
Bei vielen Frauen ist das Bindegewebe von Natur aus weicher. In Kombination mit hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft verstärkt sich die Neigung zu einer dauerhaften Hauterschlaffung. - Auseinanderstehen der geraden Bauchmuskeln (Rektusdiastase)
Durch das Wachstum des Bauchs können die geraden Bauchmuskeln auseinanderweichen. Diese muskuläre Lücke macht die Bauchdecke weniger stabil und kann zu einer vorgewölbten, „weicheren“ Bauchkontur beitragen. - Gewichtsschwankungen
Zunahme während der Schwangerschaft und die anschließende Gewichtsabnahme können das Gewebe zusätzlich belasten. - Genetisch bedingte Faktoren
Manche Frauen haben von Natur aus eine geringere Bindegewebsqualität. In diesen Fällen bildet sich die Haut deutlich schlechter zurück – unabhängig von Lebensstil oder Trainingszustand. - Wiederholte Schwangerschaften oder Mehrlingsschwangerschaften
Jede Schwangerschaft dehnt Haut und Bindegewebe erneut. Wenn Sie mehrere Kinder bekommen oder eine Zwillings- bzw. Mehrlingsschwangerschaft erlebt haben, verstärkt das den Effekt deutlich, da Haut und Bauchdecke häufiger und stärker gedehnt werden.
Das Zusammenspiel dieser Faktoren führt bei vielen Frauen zu einem dauerhaft sichtbaren Hautüberschuss im Unterbauch, der häufig als störend empfunden wird und sich durch Training allein kaum beheben lässt.
Welche Folgen kann eine Fettschürze haben?
- Hautreizungen und Wundreiben
In Hautfalten des Unterbauchs entsteht schnell Reibung. Wärme, Feuchtigkeit und Schweiß begünstigen gereizte, gerötete oder wundgescheuerte Hautstellen. Häufig kommt es auch zu Entzündungen oder Hautinfektionen im Bereich der Fettschürze. - Einschränkungen im Alltag und bei Bewegung
Eine ausgeprägter Fettschürze am Bauch kann bei alltäglichen Bewegungen stören – etwa beim Bücken, Sitzen, Gehen oder Sport. Viele Betroffene berichten von einem unangenehmen Ziehen oder einem ständigen „Mitbewegen“ des Hautlappens. - Probleme bei der Kleiderwahl
Durch die zusätzliche Haut am Unterbauch sitzen viele Kleidungsstücke schlechter oder spannen im Bauchbereich. Bauchbedeckende oder weit geschnittene Kleidung wird oft bevorzugt, um die Fettschürze zu kaschieren. Das kann die Kleiderwahl deutlich einschränken. - Beeinträchtigung der Körperwahrnehmung
Der hängende Hautlappen wird von vielen Betroffenen als ästhetisch störend empfunden. Manche Betroffene schämen sich dafür und ziehen sich dadurch auch im sozialen oder sportlichen Umfeld zurück.
Kann man eine ausgeprägte Fettschürze ohne Operation loswerden?
Der große Hautlappen lässt sich ohne Operation in der Regel leider nicht vollständig beseitigen. Zwar können Sport, eine kräftige Bauchmuskulatur und ein stabiles Körpergewicht die Körperform verbessern, doch überschüssige Haut zieht sich nach der starken Dehnung nicht mehr ausreichend zusammen. Auch ein gesunder Lebensstil und nichtinvasive Hautstraffungen können lediglich leichte Hauterschlaffungen positiv beeinflussen.
Wenn das Gewebe jedoch seine natürliche Spannkraft verloren hat und ein deutlicher Hautüberschuss besteht, kann sich die Bauchdecke nicht mehr von selbst zurückbilden. In solchen Fällen stellt eine operative Bauchdeckenstraffung die einzige wirksame Möglichkeit dar, die überschüssige Haut dauerhaft zu entfernen und die Kontur des Unterbauchs nachhaltig zu verbessern.
Wann ist eine Bauchdeckenstraffung sinnvoll?
- Ausgeprägter Hautüberschuss am Unterbauch
Eine Bauchdeckenstraffung ist sinnvoll, wenn sich überschüssige Haut nach Schwangerschaften oder starkem Gewichtsverlust nicht mehr zurückbildet und dauerhaft als störende Fettschürze bestehen bleibt. - Funktionelle Beschwerden im Alltag
Reibung, wiederkehrende Hautreizungen, unangenehme Feuchtigkeitsbildung in Hautfalten oder Einschränkungen beim Bücken, Gehen und Sport können ein Anlass für den Eingriff sein. In diesen Fällen geht es nicht nur um die Optik, sondern auch um körperliches Wohlbefinden. - Belastung durch veränderte Körperform
Viele Betroffene fühlen sich durch die Fettschürze im Alltag eingeschränkt, meiden enganliegende Kleidung und empfinden den Bauchbereich als störend oder unpassend zum eigenen Körpergefühl. Eine Bauchdeckenstraffung kann hier zu mehr Selbstbewusstsein und Zufriedenheit mit dem eigenen Körper beitragen.
Welche OP-Techniken gibt es bei der Bauchdeckenstraffung?
Grundsätzlich kommen je nach Ausgangsbefund verschiedene Schnitt- und Straffungstechniken infrage:
- Mini-Bauchdeckenstraffung (Mini-Abdominoplastik)
Bei einem gering ausgeprägten Hautüberschuss im Unterbauch reicht ein kurzer Schnitt knapp oberhalb der Schamhaargrenze aus. Über diesen Zugang wird das überschüssige Gewebe im unteren Bauchabschnitt entfernt. Der Bauchnabel bleibt unangetastet. Die Narbe liegt später unauffällig im Slip- oder Bikinibereich. - Klassische Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik)
Wenn sich der Hautüberschuss über den gesamten Unterbauch erstreckt, erfolgt ein längerer, bogenförmiger Schnitt im unteren Bauchbereich. Die Haut wird bis zu den Rippen gelöst, gestrafft und neu positioniert. Der Bauchnabel wird dabei für ein harmonisches Ergebnis in eine natürliche Position versetzt. - Erweiterte Bauchdeckenstraffung (Extended Abdominoplastik)
Reicht der Haut- und Fettüberschuss über den Unterbauch hinaus bis in die Flanken, kann der Schnitt seitlich verlängert werden. Dadurch lassen sich Übergänge zu Hüfte und Taille harmonisch mitstraffen. Diese Vorgehensweise ist besonders sinnvoll nach starkem Gewichtsverlust. - Fleur-de-Lis-Technik (vertikale + horizontale Straffung)
Bei massivem Hautüberschuss ist manchmal zusätzlich zum horizontalen Schnitt ein vertikaler Schnitt in der Bauchmitte („Fleur-de-Lis“) notwendig. So lässt sich das Gewebe sowohl in der Länge als auch in der Breite straffen. Diese Technik ermöglicht eine deutliche Konturverbesserung, führt jedoch zu einer zusätzlichen vertikalen Narbe. - Bauchdeckenstraffung mit Muskelstraffung
Liegt eine Rektusdiastase vor – also eine Trennung der geraden Bauchmuskeln – kann die Straffung der Muskelhülle integriert werden. Dadurch gewinnt die Bauchdecke an Stabilität, und die Bauchkontur erscheint flacher und definierter. Diese Option wird oft mit der klassischen Straffung kombiniert.
Kann man eine Bauchdeckenstraffung mit einer Fettabsaugung kombinieren?
Die Kombination aus Bauchdeckenstraffung und Fettabsaugung ist in vielen Fällen sinnvoll und wird in unserer Fachklinik in Nürnberg häufig durchgeführt.
Durch die Liposuktion können wir überschüssiges Fettgewebe an Bauch, Hüfte oder Taille entfernen, bevor wir das Gewebe straffen. Das führt zu weicheren Übergängen, einer harmonischeren Silhouette und sorgt dafür, dass sich die verbleibende Haut optimal an die neue Kontur anlegt.
Gerade bei Patientinnen und Patienten, bei denen nicht nur Hautüberschuss, sondern auch verbliebene Fettpolster bestehen, ermöglicht die Kombination beider Verfahren besonders ästhetische Ergebnisse. Beide Schritte erfolgen in einer Sitzung. Die Erholungszeit verlängert sich dadurch in der Regel nicht.
Ist eine Bauchdeckenstraffung sehr schmerzhaft?
Die meisten Patientinnen und Patienten empfinden die Bauchdeckenstraffung in unserer Fachklinik in Nürnberg nicht als übermäßig schmerzhaft. Während des Eingriffs sorgt die Narkose dafür, dass Sie vollständig schmerzfrei bleiben. In den ersten Tagen danach kann sich die Bauchregion gespannt, druckempfindlich oder muskelkaterähnlich anfühlen. Das ist ein normaler Teil des Heilungsprozesses. Diese Beschwerden lassen sich gut mit Schmerzmitteln kontrollieren und nehmen in der Regel rasch ab.
Ein gewisses Ziehen beim Aufrichten, ein Druckgefühl im Unterbauch oder eine vorübergehende Empfindlichkeit der Haut können noch einige Zeit bestehen bleiben, bessern sich jedoch kontinuierlich. Wer sich schont, eine leicht gebeugte Haltung einnimmt und die Kompressionskleidung konsequent trägt, erlebt den Heilungsverlauf meist als gut auszuhalten. Stärkere Schmerzen sind selten. Sollten ungewöhnlich starke oder zunehmende Beschwerden auftreten, sollten Sie diese zeitnah ärztlich abklären lassen.
Wie lange dauert die Heilung nach einer Bauchdeckenstraffung?
Nach dem Eingriff durchläuft der Körper einen mehrstufigen Regenerationsprozess.
In den ersten Tagen stehen Wundheilung und Abschwellung im Vordergrund: Schwellungen, ein Spannungsgefühl im Unterbauch und leichte Blutergüsse sind normal und klingen meist innerhalb der ersten zwei Wochen deutlich ab. Viele Patientinnen und Patienten fühlen sich nach etwa zehn bis vierzehn Tagen wieder alltagstauglich, sollten den Bauchbereich jedoch weiterhin schonen und ruckartige Bewegungen vermeiden.
Das konsequente Tragen der Kompressionskleidung über sechs bis acht Wochen unterstützt den Heilungsverlauf, reduziert Schwellungen und hilft, die neue Bauchkontur optimal zu stabilisieren.
Die vollständige Heilung – mit weicher, verblasster Narbe und vollständig gefestigtem Gewebe – dauert etwa drei bis sechs Monate. In dieser Zeit sollten Sie auf Sonne, Sauna, schwere körperliche Belastungen und intensives Training verzichten.
Wann darf man nach einer Bauchdeckenstraffung wieder Sport treiben?
Leichte Bewegung wie langsames Spazierengehen ist bereits wenige Tagen nach dem Eingriff wieder möglich und unterstützt die Durchblutung sowie die allgemeine Erholung. Sportliche Aktivitäten, bei denen die Bauchmuskeln oder der Rumpf stärker beansprucht werden, sollten Sie jedoch erst nach frühestens sechs bis acht Wochen wieder aufnehmen.
Wichtig ist, den Wiedereinstieg langsam zu gestalten, auf den Körper zu hören und Belastungen vorsichtig und schrittweise zu steigern. Besonders Übungen für die Bauchmuskulatur sollten Sie erst dann integrieren, wenn dies ärztlich freigegeben wurde.
Kann man eine Bauchdeckenstraffung wiederholen?
Grundsätzlich ist eine erneute Bauchdeckenstraffung möglich. Mit den Jahren kann sich das Gewebe erneut lockern – etwa durch natürliche Alterungsprozesse oder erneute Gewichtsschwankungen. Wenn dadurch wieder ein Hautüberschuss entsteht oder das ästhetische Ergebnis beeinträchtigt wird, kann eine Nachstraffung sinnvoll sein.
Ein solcher Eingriff erfordert jedoch eine besonders sorgfältige Planung, da bereits Narbengewebe vorhanden ist und die Durchblutung der Bauchdecke berücksichtigt werden muss. In unserer Fachklinik in Nürnberg besprechen wir im persönlichen Gespräch genau, welche Möglichkeiten in Ihrem individuellen Fall bestehen.
Ist eine Schwangerschaft nach einer Bauchdeckenstraffung möglich?
Auch nach einer Bauchdeckenstraffung können Sie grundsätzlich noch ein Kind oder mehrere Kinder bekommen. Für die meisten Patientinnen verläuft eine spätere Schwangerschaft medizinisch unproblematisch. Allerdings dehnt sich die Bauchdecke in dieser Zeit erneut stark, sodass sich das ästhetische Ergebnis der Operation teilweise verändern oder verloren gehen kann. Haut und Bindegewebe werden wieder beansprucht, und es kann erneut zu Hautüberschüssen oder einer Rektusdiastase kommen.
Aus diesem Grund empfehlen wir, den Eingriff erst dann einzuplanen, wenn der Kinderwunsch abgeschlossen ist. Sollte es dennoch später zu einer Schwangerschaft kommen, verläuft diese in der Regel normal. Das Operationsergebnis kann sich jedoch verändern.
Im persönlichen Gespräch in unserer Fachklinik in Nürnberg klären wir gerne, welche Auswirkungen eine zukünftige Schwangerschaft in Ihrem individuellen Fall haben könnte und worauf Sie achten sollten.
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