Man unterscheidet in der Anatomie des äußeren weiblichen Genitales die großen äußeren von den inneren kleinen Schamlippen. Die anatomische Funktion der Schamlippen besteht darin, den Scheideneingang abzuschließen und die Scheide vor Austrocknung und dem Eindringen von Keimen und Fremdkörpern zu schützen.
Diese Schutzfunktion ist dann optimal gewährleistet, wenn die äußeren Schamlippen die inneren ganz bedecken. Die Größe und Form der Schamlippen ist meist genetisch vorgegeben, kann sich jedoch nach Schwangerschaften oder mit zunehmenden Alter verändern. Als besonders störend werden große innere Schamlippen und erschlaffte äußere Schamlippen empfunden. Dies kann bei betroffenen Frauen nicht nur zu Schamgefühlen und somit psychischen Belastungen, sondern auch zu Schmerzen beim Tragen enger Kleidung, bei der Durchführung bestimmter Sportarten (Radfahren, Reiten, Joggen) und beim Geschlechtsverkehr führen.

Allgemeine Informationen zur Schamlippenkorrektur in Nürnberg
Der Eingriff
Die Operation
Ziel der Operation ist, die Form und Größe der Schamlippen wiederherzustellen. Nach Ausmessen der überschüssigen Haut und Schleimhaut wird das überschüssige Gewebe operativ entfernt. Die Naht erfolgt mit selbstauflösenden Fäden, so dass die spätere Entfernung des Nahtmateriales entfällt.
Betäubung
Der Eingriff wird in der Regel in örtlicher Betäubung, bei sehr ausgeprägten Befunden auch in Vollnarkose durchgeführt.
Klinikaufenthalt
Der Eingriff wird meist ambulant vorgenommen. Wenn Sie ambulant operiert werden, bedeutet dies, dass Sie nach der Operation eine Ruhephase von einigen Stunden in unserer Klinik einhalten werden, dann aber nach Hause gehen dürfen. Bitte lassen Sie sich von einer Begleitperson nach Hause bringen. Auf keinen Fall sollten Sie nach der Operation selbst Auto fahren.
Nach dem Eingriff
Maßnahmen
Empfehlenswert ist eine körperliche Schonung nach dem Eingriff für 2 bis 3 Tage. Aufgrund des möglichen Auftretens kleinerer Blutungen sollten Sie eine Slipeinlage verwenden. Das Tragen enger Kleidung sollte in den ersten 2 Wochen vermieden werden.
Duschen / Baden
Duschen ist nach 2 Tagen möglich, Baden nach Heilung der Wunde nach 3 bis 4 Wochen.
Sport
Für den Zeitraum von 6 Wochen nach dem Eingriff sollte auf Sport verzichtet werden.
Geschlechtsverkehr
Für den Zeitraum von 6 Wochen nach dem Eingriff sollte auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden.
Mögliche Komplikationen
Die Schamlippenkorrektur zählt zu den etablierten Eingriffen der Intimchirurgie. In unserer privaten Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Nürnberg führen wir diesen Eingriff routiniert und mit großer Sorgfalt durch. Dennoch können wir trotz präziser Planung und erfahrener Durchführung unerwünschte Reaktionen in seltenen Fällen nicht vollständig ausschließen. Durch eine schonende OP-Technik, eine strukturierte Nachsorge und eine individuell abgestimmte Betreuung reduzieren wir mögliche Risiken jedoch auf ein Minimum.
Allgemeine Operationsrisiken
- Schwellungen und Blutergüsse
Nach einer Schamlippenkorrektur sind Schwellungen und kleinere Blutergüsse im Intimbereich normal. Sie entstehen durch die natürliche Reaktion des Gewebes auf den Eingriff. Besonders in den ersten Tagen kann ein Spannungs- oder Druckgefühl auftreten. Die Schwellung bildet sich meist innerhalb von ein bis zwei Wochen deutlich zurück. Kühlende Maßnahmen, körperliche Schonung und eine angepasste Intimhygiene unterstützen den Heilungsverlauf. - Schmerzen
In den ersten Tagen nach der Operation können ziehende oder brennende Schmerzen auftreten. Diese sind in der Regel gut mit Schmerzmitteln behandelbar und klingen meist rasch ab. - Nachblutungen
In seltenen Fällen kann es nach der Schamlippenkorrektur zu Nachblutungen kommen. Diese zeigen sich beispielsweise durch eine erneute Schwellungszunahme, stärkere Blutergüsse oder frische Blutungen im OP-Bereich. Kleinere Blutungen klingen häufig ohne weitere Maßnahmen ab. Bei anhaltenden oder stärkeren Nachblutungen erfolgt eine ärztliche Kontrolle, um den Heilungsverlauf zu sichern. - Wundheilungsstörungen
Faktoren wie Rauchen, Diabetes oder frühzeitige körperliche Belastung können den Heilungsverlauf beeinträchtigen. Eine zu starke mechanische Belastung des OP-Gebiets – etwa durch Sport, Geschlechtsverkehr oder enge Kleidung – kann die Nahtspannung erhöhen und die Wundheilung verzögern. Typische Hinweise sind Rötungen, Nässen oder ein partielles Aufgehen der Naht. Eine konsequente Schonung und sorgfältige Intimpflege senken das Risiko deutlich. - Infektionen
Trotz steriler OP-Bedingungen können in seltenen Fällen Infektionen im Operationsgebiet auftreten. Begünstigend wirken dabei unter anderem die hohe Keimbesiedelung der Haut- und Schleimhautregion im Intimbereich sowie mikrofeine Wundflächen, die während der frühen Heilungsphase besonders empfindlich sind. Warnzeichen sind zunehmende Schmerzen, Rötung, Überwärmung oder eitriges Sekret. Eine frühzeitige medizinische Behandlung führt in der Regel schnell zur Abheilung.
Spezifische Risiken der Schamlippenkorrektur
- Asymmetrien
Der Intimbereich weist häufig bereits vor dem Eingriff natürliche Form- und Größenunterschiede auf. Trotz sorgfältiger Planung und präziser Schnittführung können nach der Schamlippenkorrektur geringe Asymmetrien in Länge, Kontur oder Verlauf der Schamlippen bestehen bleiben. - Veränderungen der Sensibilität
Durch die Reizung feiner Hautnerven kann es im Operationsgebiet zu Taubheitsgefühlen, Kribbeln oder einer veränderten Berührungsempfindlichkeit kommen. Diese Sensibilitätsveränderungen sind meist zeitlich begrenzt und bilden sich in der Regel innerhalb von Wochen bis Monaten vollständig zurück. Dauerhafte Gefühlsstörungen sind selten. - Spannungs- oder Fremdkörpergefühl
In der frühen Heilungsphase kann ein Spannungsgefühl oder das Empfinden einer veränderten Gewebestruktur auftreten. Ursache sind Schwellung, Nahtmaterial und die Anpassung des Gewebes an die neue Form. Mit fortschreitender Heilung normalisiert sich dieses Empfinden üblicherweise. - Narbenveränderungen
Wir setzen die Schnitte so, dass die Narben später möglichst unauffällig verlaufen. Dennoch kann es in Einzelfällen zu verhärteten, empfindlichen oder verbreiterten Narben kommen. Individuelle Gewebeveranlagung und der Heilungsverlauf beeinflussen das Narbenbild maßgeblich. - Teilweise Nahtöffnung (Wunddehiszenz)
In seltenen Fällen kann es zu einem partiellen Aufgehen der Naht kommen. Kleine Nahtöffnungen heilen häufig ohne operative Maßnahmen ab, erfordern jedoch eine ärztliche Kontrolle, um den Heilungsverlauf zu sichern.
Langfristige Risiken
- Veränderungen des ästhetischen Ergebnisses
Das Ergebnis einer Schamlippenkorrektur ist in der Regel dauerhaft. Dennoch können altersbedingte Gewebeveränderungen, individuelle Heilungsprozesse sowie hormonelle Einflüsse – etwa im Rahmen von Schwangerschaften oder hormonellen Umstellungen – im Verlauf zu leichten Formveränderungen führen. Diese betreffen meist Spannungsverhältnisse oder feine Konturunterschiede und haben keinen Krankheitswert. - Narbenveränderungen
Narben entwickeln sich individuell und verändern sich über Monate hinweg. In den meisten Fällen werden sie mit der Zeit weicher und unauffälliger. In seltenen Fällen kann es zu verdickten, verhärteten oder stärker sichtbaren Narben kommen. Bei entsprechender individueller Veranlagung sind auch überschießende Narbenbildungen wie hypertrophe Narben oder Keloide möglich. Diese treten im Intimbereich jedoch nur sehr selten auf. - Veränderungen der Sensibilität
Obwohl sich Sensibilitätsveränderungen nach einer Schamlippenkorrektur meist vollständig zurückbilden, können in seltenen Fällen leichte Veränderungen der Berührungsempfindlichkeit dauerhaft bestehen bleiben. Diese sind in der Regel nicht schmerzhaft und beeinträchtigen den Alltag meist nicht. - Unzufriedenheit mit dem ästhetischen Ergebnis
Die persönliche Zufriedenheit hängt von individuellen Erwartungen, anatomischen Voraussetzungen und dem entsprechenden Heilungsverlauf ab. Sollte das Ergebnis langfristig nicht Ihren Vorstellungen entsprechen, lässt sich nach abgeschlossener Heilung über mögliche Korrekturoptionen sprechen.
Weiterführende Infos
Wie sind die Schamlippen aufgebaut?
Die Schamlippen sind Teil der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane und gehören zur Vulva. Sie schützen die empfindlichen inneren Strukturen des Intimbereichs und erfüllen zugleich wichtige funktionelle und sensible Aufgaben. Man unterscheidet zwischen großen und kleinen Schamlippen, die jeweils einen anderen Aufbau und einen andere Funktion haben.
Die großen Schamlippen bilden den äußeren Abschluss der Vulva. Sie bestehen aus Haut, Fett- und Bindegewebe und dienen als schützende Polsterung gegenüber äußeren Einflüssen. Die kleinen Schamlippen liegen innerhalb der großen Schamlippen und bestehen aus feiner, unbehaarter Haut. Sie sind gut durchblutet, reich an Nerven und schützen den Scheiden- sowie den Harnröhreneingang. Gleichzeitig tragen sie zur Empfindung und Befeuchtung des Intimbereichs bei.
Form, Größe und Symmetrie der Schamlippen variieren individuell und können sich im Laufe des Lebens durch hormonelle Veränderungen oder den natürlichen Alterungsprozess verändern.
Was ist eine Schamlippenhypertrophie?
Als Schamlippenhypertrophie bezeichnet man eine vergrößerte oder verlängerte Ausprägung der kleinen Schamlippen (Labia minora). Dabei ragen die inneren Schamlippen deutlich über die großen Schamlippen hinaus oder wirken im Verhältnis zum übrigen Intimbereich sehr ausgeprägt. Es handelt sich nicht um eine Krankheit, sondern um eine anatomische Variante, die individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann.
Eine Schamlippenhypertrophie kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln, etwa durch hormonelle Einflüsse wie in der Pubertät, in Schwangerschaften oder infolge altersbedingter Gewebeveränderungen.
Wann muss eine Labienhypertrophie behandelt werden?
Eine Schamlippenhypertrophie ist aus medizinischer Sicht nicht behandlungswürdig, solange sie keine Beschwerden verursacht. Es handelt sich grundsätzlich um eine natürliche anatomische Variante und nicht um eine Erkrankung.
Ob eine Behandlung sinnvoll ist, hängt daher nicht von der Größe oder dem Aussehen, sondern allein vom individuellen Empfinden der betroffenen Frau ab. Dies ist der Fall, wenn die vergrößerten Labien dauerhaft körperliche oder seelische Belastungen verursachen. Dazu zählen beispielsweise wiederkehrende Reizungen durch Reibung, Schmerzen bei Bewegung oder Einschränkungen beim Sitzen, Radfahren oder Tragen enger Kleidung. Auch funktionelle Beeinträchtigungen beim Geschlechtsverkehr können eine Rolle spielen. Manchmal verlagert sich das Gewebe beim Akt nach innen. Dabei stülpen sich die Schamlippen nicht aktiv „um“, sondern werden durch Druck, Reibung oder Zug nach innen gedrückt. Das kann als schmerzhaft sein und zu Irritationen der empfindlichen Schleimhaut führen.
Darüber hinaus entscheiden sich manche Frauen für eine Behandlung, weil die vergrößerten inneren Schamlippen ihr Körpergefühl und Selbstbewusstsein nachhaltig beeinträchtigen. Sie fühlen sich mit ihnen nicht wohl in ihrer Haut – und nicht attraktiv. Auch dies ist ein legitimer Grund für die Korrektur der Labienhypertrophie.
Was ist eine Hypertrophie der Labia majora?
Als Hypertrophie der Labia majora bezeichnet man eine vermehrte Ausprägung der äußeren Schamlippen. Dabei wirken sie im Verhältnis zum übrigen Intimbereich besonders voluminös. Medizinisch handelt es sich wie auch bei der Vergrößerung der inneren Schamlippen nicht um eine Erkrankung, sondern um eine anatomische Normvariante.
Eine Hypertrophie der Labia majora kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln, z. B. durch hormonelle Einflüsse, Gewichtsschwankungen oder altersbedingte Veränderungen des Fettgewebes.
Wann kann eine Korrektur der äußeren Schamlippen sinnvoll sein?
Eine vermehrte Ausprägung der äußeren Schamlippen stellt in der Regel keinen medizinischen Befund mit Krankheitswert dar.
Eine Korrektur kann dann in Betracht gezogen werden, wenn das ausgeprägte Volumen der äußeren Schamlippen dauerhaft als unangenehm oder einschränkend empfunden wird. Manche Frauen berichten über ein anhaltende Druck-, Spannungs- oder Fremdkörpergefühl im Intimbereich, insbesondere bei enger Kleidung oder längerem Sitzen.
Darüber hinaus kann eine Korrektur sinnvoll sein, wenn die veränderte Form der äußeren Schamlippen das eigene Körperempfinden oder das Wohlbefinden nachhaltig beeinflusst. Entscheidend ist dabei nicht ein objektiver Befund, sondern die persönliche Wahrnehmung und der Wunsch nach Veränderung.
Eine ärztliche Beratung in unserer Fachklinik in Nürnberg klärt, ob eine Korrektur der äußeren Schamlippen in Ihrem Fall sinnvoll ist.
Können die äußeren Schamlippen auch erschlaffen?
Statt einer prallen, schützenden Polsterung wirkt das Gewebe weicher, dünner oder leicht eingefallen: Es stimmt, die Labia majora können mit den Jahren Volumen, Spannkraft und Festigkeit verlieren.
Ursächlich sind meist Umbauprozesse im Fett- und Bindegewebe. Hormonelle Veränderungen, insbesondere im Rahmen der Wechseljahre, der natürliche Alterungsprozess, starke Gewichtsschwankungen oder Nachwirkungen von Schwangerschaften können dazu führen, dass das Gewebe an Elastizität verliert. Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle.
Manche Frauen empfinden die veränderte Form als rein ästhetisch auffällig, andere berichten über ein vermindertes Schutzgefühl im Intimbereich oder mögen den Anblick einfach nicht. Ob daraus ein Behandlungswunsch entsteht, ist stets individuell.
Entscheidend ist auch hier: Nicht der Grad der Erschlaffung ist maßgeblich, sondern das persönliche Wohlbefinden.
Was ist eine Schamlippenkorrektur?
Eine Schamlippenkorrektur ist ein chirurgischer Eingriff im Intimbereich, bei dem wir Form, Größe oder Spannkraft der Schamlippen anpassen. Ziel ist es, Ihr Wohlbefinden zu verbessern. Medizinisch wird der Eingriff als Labioplastik bezeichnet.
Am häufigsten betrifft die Schamlippenkorrektur die inneren Schamlippen (Labia minora), etwa bei einer ausgeprägten Verlängerung oder Asymmetrie. In bestimmten Fällen kann auch eine Korrektur der äußeren Schamlippen (Labia majora) sinnvoll sein, beispielsweise bei starkem Volumenüberschuss oder bei erschlafftem Gewebe. Welche Form der Korrektur infrage kommt, hängt stets von der individuellen Anatomie und dem persönlichen Anliegen ab.
Ist eine Schamlippenkorrektur schmerzhaft?
Die Intim-OP in unserer privaten Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Nürnberg wird von den meisten Patientinnen nicht als übermäßig schmerzhaft empfunden. Während des Eingriffs selbst treten keine Schmerzen auf. Für den Eingriff erhalten Sie eine lokale Betäubung oder bei sehr ausgeprägten Befunden eine Vollnarkose.
Nach der Behandlung kann es in den ersten Tagen zu Wundschmerzen, Spannungsgefühlen oder einem Brennen im Intimbereich kommen. Diese Beschwerden sind vergleichbar mit einem Wund- oder Muskelkatergefühl und lassen sich meist gut mit geeigneten Schmerzmitteln kontrollieren. Zusätzlich können Schwellungen und ein Druckempfinden auftreten, die im Verlauf der ersten Tage deutlich nachlassen.
Mit fortschreitender Heilung klingen die Beschwerden in der Regel rasch ab. Nach etwa ein bis zwei Wochen empfinden die meisten Patientinnen nur noch ein leichtes Ziehen oder eine erhöhte Empfindlichkeit im Operationsbereich. Eine konsequente Schonung, Kühlung und das Einhalten unserer Nachsorgeempfehlungen tragen wesentlich dazu bei, den Heilungsverlauf möglichst angenehm zu gestalten.
Was ist, wenn die Periode zum Zeitpunkt der Schamlippenkorrektur einsetzt?
Die OP kann grundsätzlich auch während der Periode erfolgen. Die Menstruation stellt keinen medizinischen Ausschlussgrund für den Eingriff dar. Dennoch gibt es ein paar Punkte, die bei der Planung berücksichtigt werden sollten.
Viele Frauen empfinden den Eingriff außerhalb der Periode als angenehmer, da der Intimbereich während der Menstruation oft empfindlicher ist und die Blutungsneigung leicht erhöht sein kann. Zudem erleichtert ein periodenfreier Zeitpunkt die postoperative Hygiene in den ersten Tagen nach der Operation.
Wichtig zu wissen:
- Vor und nach dem Eingriff sollten Sie keine Tampons verwenden, um Druck und Reibung im OP-Gebiet zu vermeiden.
- Falls die Periode kurz vor dem OP-Termin einsetzt, genügt es in der Regel, das Behandlungsteam vorab zu informieren.
Wann ist Geschlechtsverkehr nach einer Schamlippenkorrektur wieder erlaubt?
Nach der Labioplastik sollte Sie für vier bis sechs Wochen auf Geschlechtsverkehr verzichten, damit das Gewebe in Ruhe abheilen kann.
Auch wenn sich der Intimbereich subjektiv früher wieder beschwerdefrei anfühlt, ist die Schleimhaut in den ersten Wochen noch sehr empfindlich. Frühzeitiger Geschlechtsverkehr kann zu Reizungen, Schmerzen oder einer verzögerten Heilung führen.
Wann Geschlechtsverkehr im Einzelfall wieder erlaubt ist, hängt vom persönlichen Heilungsverlauf und vom Umfang des Eingriffs ab. Eine abschließende ärztliche Kontrolle gibt Sicherheit und klärt, ob das Gewebe ausreichend belastbar ist.
Was ist bei Kinderwunsch nach einer Labioplastik zu beachten?
Eine Schwangerschaft ist nach einer Schamlippenkorrektur grundsätzlich problemlos möglich. Der Eingriff betrifft ausschließlich die äußeren Anteile des Intimbereichs und hat keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit, den Verlauf einer Schwangerschaft oder die Fähigkeit, schwanger zu werden. Wichtig ist lediglich, dass die Heilung der Schamlippenkorrektur vollständig abgeschlossen ist, bevor eine Schwangerschaft eintritt. In der Regel ist dies nach einigen Monaten der Fall, wenn das Gewebe stabil und vollständig regeneriert ist.
Während einer Schwangerschaft kann es – unabhängig von einer vorausgegangenen Operation – durch hormonelle Veränderungen, Gewichtszunahme und die zunehmende Gewebedehnung zu Form- oder Spannungsveränderungen im Intimbereich kommen. Diese können in Einzelfällen auch das ästhetische Ergebnis einer Labioplastik beeinflussen, stellen jedoch kein medizinisches Risiko dar.
Auch eine vaginale Geburt ist nach einer Schamlippen-OP in der Regel problemlos möglich. Der Eingriff wirkt sich nicht auf den Geburtskanal oder den Geburtsverlauf aus. Wie bei jeder Geburt kann die starke Dehnung des Gewebes im Intimbereich jedoch dazu führen, dass sich das äußere Erscheinungsbild der Schamlippen (erneut) verändert.
Ist die Schamlippenkorrektur mit einer Vaginalverjüngung gleichzusetzen?
Nein – eine Schamlippenkorrektur und eine Vaginalverjüngung sind zwei unterschiedliche Behandlungen, die verschiedene anatomische Bereiche betreffen und unterschiedliche Ziele verfolgen.
Die Schamlippenkorrektur bezieht sich ausschließlich auf die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane, also die inneren und/oder äußeren Schamlippen. Dabei werden Form, Größe oder Spannkraft der Schamlippen angepasst, um funktionelle Beschwerden zu lindern oder das persönliche Wohlbefinden im Intimbereich zu verbessern. Der Eingriff betrifft nicht die Vagina selbst. Diese Behandlung bieten wir Ihnen in unserer privaten Fachklinik in Nürnberg an.
Die Vaginalverjüngung hingegen zielt auf den inneren Vaginalkanal, also die Vulva, ab. Sie wird eingesetzt, wenn Frauen beispielsweise eine verminderte Gewebespannung, ein verändertes Empfinden oder funktionelle Veränderungen nach Schwangerschaften, Geburten oder hormonellen Umstellungen wahrnehmen. Je nach Methode kann es sich dabei um operative oder nicht-operative Verfahren handeln, die auf Straffung, Geweberegeneration oder Funktionsverbesserung ausgerichtet sind. Behandlungen zur Straffung des Vaginalkanals sind nicht Teil des Portfolios unserer privaten Fachklinik in Nürnberg.
Ab welchem Alter ist eine Schamlippenkorrektur sinnvoll?
In der Regel kommt eine Schamlippenkorrektur erst nach abgeschlossener körperlicher Entwicklung infrage. Das bedeutet, dass der Eingriff üblicherweise nicht vor dem späten Jugendalter durchgeführt wird. Bei jüngeren Patientinnen steht eine besonders sorgfältige ärztliche Beratung im Vordergrund, um sicherzustellen, dass der Wunsch nach einer Korrektur gut reflektiert, eigenständig und nicht durch äußeren Druck und/oder den Einfluss z. B. von Social Media entstanden ist.
Bei erwachsenen Frauen kann eine Schamlippenkorrektur in jedem Lebensalter sinnvoll sein, sofern funktionelle Beschwerden oder Schamgefühle bestehen.
Kann die Behandlung wiederholt werden?
In manchen Fällen entscheiden sich Patientinnen für eine erneute Korrektur, etwa wenn sich im Verlauf Formveränderungen ergeben, eine Asymmetrie bestehen bleibt oder das ästhetische Ergebnis nicht vollständig den eigenen Vorstellungen entspricht.
Eine erneute Behandlung kommt erst nach vollständiger Abheilung des Gewebes infrage. In der Regel sollten Sie dafür mehrere Monate warten, damit Narben ausreifen und das endgültige Ergebnis beurteilt werden kann. Erst dann können wir zuverlässig entscheiden, ob und in welchem Umfang eine Nachkorrektur sinnvoll ist.
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